Forum 2019: Kompetenzbildung für Führungskräfte in Diakonie und Kirche

Seit zehn Jahren ist in Bethel das universitäre Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) beheimatet. Zur jetzigen Jubiläumsveranstaltung kamen mehr als 120 diakonische Führungskräfte und Fachleute aus ganz Deutschland, außerdem der leitende Theologe der evangelischen Landeskirche im Rheinland sowie die beiden leitenden Theologinnen der Landeskirchen in Westfalen und von Kurhessen-Waldeck.

Präses Annette Kurschus und Prof. Dr. Thorsten Moos hielten gemeinsam den Festgottesdienst

„Diakonische Führungskräfte sind dringend gesucht“, berichtete IDM-Direktor Professor Dr. Thorsten Moos bei der Begrüßung. Das IDM ist Teil der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel und hat den Status einer universitären Einrichtung für interdisziplinäre Forschung und Lehre mit Promotions- und Habilitationsrecht. Der Schwerpunkt liegt auf Themen der Unternehmensführung und des Diakoniemanagements. Das IDM qualifiziert Führungskräfte aus Diakonie, Kirche, Gesundheits- und Sozialwirtschaft für das Management kirchlicher und sozialer Organisationen.

„Kompetenz alleine reicht nicht aus“, mahnte in seinem Gastvortrag der Physiker und Wissenschaftsphilosoph Professor Dr. John Erpenbeck aus Berlin. Seiner Aussage nach sei unter anderem auch die Performance im Management als „Maß für die Erfüllung einer vorgegebenen Aufgabe oder Leistung“ sehr wichtig. Außerdem regte er die Werteentwicklung an. „Werte ermöglichen ein Handeln unter Unsicherheit, sie überbrücken oder ersetzen fehlendes Wissen, schließen die Lücke zwischen Wissen einerseits und dem Handeln andererseits.“

Ulrich Lilie, Präsident vom Bundesverband „Diakonie Deutschland“, merkte selbstkritisch an: „Wir müssen flexibler, agiler und individueller werden, damit uns die Menschen als Ansprechpartner erkennen.“ Er empfahl den Führungskräften unter anderem eine „Öffnung nach innen und außen“ sowie Personalorientierung und konsequente Digitalisierung. „Wir brauchen ausstrahlungsstarke Persönlichkeiten, die das Evangelische verstehbar und erlebbar machen“, so der Verbandspräsident. Seiner Meinung nach werden Führungskräfte zukünftig keine Erlauber und Kontrolleure sein, sondern vielmehr Ermöglicher und Netzwerker.

Den ganzen Vortrag von Ulrich Lilie finden Sie hier.

Für das Jubiläum hatte das IDM-Team ein anregendes, umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Dazu gehörten ein festlicher Gottesdienst mit Präses Dr. h. c. Annette Kurschus von der Kirche in Westfalen sowie ein akademischer Festakt unter anderem mit Präses Manfred Rekowski von der Kirche im Rheinland. „Das IDM bringt zusammen, was zusammengehört: Diakonie und Management. Ihre Alumni stehen weltweit dafür ein, dass die Welt nicht so ungerecht bleibt, wie sie ist“, sagte der Theologe aus Düsseldorf.

„Die hohe Resonanz auf das IDM zeigt, da geschah etwas zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagte Dr. Johanna Will-Armstrong von den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit Blick auf die Institutsgeschichte. Und Birgit Ackermann, Vorstandsvorsitzende der St. Josefshaus gGmbH aus Rheinfelden meinte: „Wenn es das IDM nicht gäbe, müsste es erfunden werden.“ Auch Universitätsrektor Professor Dr. Martin Büscher war hochzufrieden: „Eine Hochschule darf stolz sein, eine solche Vielfalt bei sich zu wissen.“


Am Jubiläumstag gab es auch das jährliche, bundesweit beachtete IDM-Forum mit fachlich wegweisenden Vorträgen und Diskussionen. Diesmal lautete das Thema „´Gut geleitet´ – Kompetenzbildung für Führungskräfte der Zukunft in Diakonie und Kirche“. Außerdem wurde die ehemalige IDM-Direktorin und heutige Bischöfin von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, zur außerplanmäßigen Professorin ernannt. Traditionell erfolgte im Rahmen des Forums auch eine Würdigung der am IDM erfolgreich abgeschlossenen Masterarbeiten und Promotionen. Mit dem anschließenden Fest für Studierende, Alumni und Wegbegleiter gab es einen kommunikativ anregenden, informellen Teil des Jubiläums.

Acht angeschlossene Masterarbeiten und zwei Promotionen wurden feierlich gewürdigt

Vortrag: Neuere Ansätze in der Diakoniewissenschaft

Herzliche Einladung zum Vortrag: „Neuere Ansätze in der Diakoniewissenschaft“ von Prof. Dr. Johannes Eurich am 20. November 2019, von 18.00 bis 20.00 Uhr, im Rahmen des Diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums im IDM, Raum 2_25 .

Über social media vernetzen sich viele Menschen zu gemeinsamen Aktivitäten. Auch in der Sozialwirtschaft gewinnen digitale Lösungen an Bedeutung. Ein Beispiel sind digitale Plattformen für soziale Dienstleistungen. Was kennzeichnet die Plattformökonomie und welche Bedeutung kommt ihr zu? Was ist aus diakonischer Perspektive bei digitaler Vernetzung zu beachten? Der Vortrag versucht eine Annäherung an diese Fragen aus diakoniewissenschaftlicher Perspektive.

Abschiedsvorlesung Prof. Dr. Beate Hofmann am 25. September 2019

Am 25. September wurde Prof. Dr. Beate Hofmann, bis zu diesem Zeitpunkt Direktorin des Instituts für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement und Professorin für Diakoniewissenachft und Diakoniemanagement, im Assapheum in Bethel von rund 100 Kolleg*innen, Freund*innen und Weggefährt*innen verabschiedet.

In diesem Rahmen hielt sie ihre Abschiedsvorlesung unter dem Titel „Wozu braucht es Diakoniewissenschaft? Lernerfahrung zwischen Orchidee, Wasserlilie und Kaktus“, in der sie auf die (Fremd-)Wahrnehmung, wie auch die eigenen Ansprüche und Interventionsmöglichkeiten der Diakoniewissenschaft einging und damit auch die Früchte ihrer langjährigen diakoniewissenschaftlichen Forschung vorstellte.

Verschiedene Grußworte rahmten die Abschiedsvorlesung: So gab es zum Beispiel eine herzliche Verabschiedung von Prof. Dr. Martin Büscher und Prof. Dr. Thorsten Moos, eine Videobotschaft von Ulrich Lilie (Präsident der Diakonie) sowie Würdigungen von Ulf Schlüter (Theologischer Vizepräsident, Evangelische Kirche von Westfalen), Dr. Johanna Will-Armstrong (Vorstand v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel) und Angelika Veddeler (Vorstand der Vereinten Evangelischen Mission).

Besonders die Verabschiedung der Studierenden zeigte noch einmal auf, dass Frau Prof. Dr. Beate Hofmann nicht nur ihren Kolleg*innen fehlen wird, sondern sie auch in der Lehre durch ihre Kompetenz, Professionalität und Menschlichkeit enormes leistete und nun eine entsprechende Lücke hinterlässt.

Abgerundet wurde die Verabschiedung durch die musikalische Begleitung der Bielefelder Harfenistin Lydie Römisch.

Wir wünschen Beate Hofmann alles Gute in ihrer neuen Position als Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Prof. Dr. Thorsten Moos, Prof. Dr. Beate Hofmann, Prof. Dr. Martin Büscher

Vortrag „Technik mit, für und in der Pflege – ethische und ökonomische Aspekte für eine wert- und werteorientierte Herangehensweise

Herzliche Einladung zum Vortrag: „Technik mit, für und in der Pflege – ethische und ökonomische Aspekte für eine wert- und werteorientierte Herangehensweise“ von Prof. Dr. Jürgen Zehrt am 16. Oktober 2019, von 18.00 bis 20.00 Uhr, im Rahmen des Diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums.

Technik und technische Lösungen – insbesondere im Kontext von Digitalisierung – gelten als eine, vielleicht die Lösungsoption für eine tragfähige Pflege in der Zukunft angesichts der demographischen Entwicklung und der These des Pflegenotstandes. Jedoch zeigt ein Blick auf die Praxis vielfältige Hemmnisse Technik einzusetzen bzw. diese wird als Selbstzweck verstanden und trägt u. U. nicht dazu bei, Qualitätsverbesserungen für Pflegende wie Gepflegte zu befördern. Wie Technik im Kontext von Pflege einzuordnen ist, welche unterstützenden und hemmenden Faktoren in der aktuellen Pflegelandschaft vorliegen und wie potenzielle Strategien eines Technikeinsatzes in der Pflege eingeordnet werden können, ist Kern des Vortrages.

Die Veranstaltungen findet statt um 18:00 Uhr s.t.im Haus Groß Bethel, Bethelweg 8, 33617 Bielefeld, Raum 2_25 (IDM-Raum, 2. Etage rechts).

Abschiedsvorlesung Prof. Dr. Beate Hofmann

Unsere Kollegin Professorin Dr. Beate Hofmann, Direktorin des IDM, wurde am 09. Mai zur Bischöfin der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) gewählt.

Am Mittwoch, 25. September 2019, 16.15h wird ihre Abschiedsvorlesung im Assapheum in Bethel stattfinden.

Wir bitten Sie, diesen Termin vorzumerken. Eine Einladung mit genaueren Angaben finden Sie hier.

16. Forum Diakoniewissenschaft

16. Forum Diakoniewissenschaft || 29. November 2019 || Bielefeld, in den Räumen der Neustädter Marienkirche

In diesen Tagen feiert das IDM seinen 10. Geburtstag. Darum wird das nächste Forum Diakoniewissenschaft den Kern unserer Arbeit reflektieren und sich mit dem Thema

Gut geführt – Kompetenzbildung für Führungskräfte in Diakonie und Kirche

beschäftigen. Wir haben zu diesem durch den Fachkräftemangel immer drängender werdenden Thema ein interessantes Programm mit Vorträgen aus Wissenschaft und Praxis und einem spannenden Podium zusammengestellt. Durch das Jubiläum wird manches etwas anders sein als gewohnt, wir beginnen mit einem Gottesdienst mit der Präses Dr. h.c. Annette Kurschus und enden mit einem großen Fest und gehen dazu in die Räume der Neustädter Marienkirche.

Wir freuen uns auf ein lebendiges und anregendes Forum.

Das Programm finden Sie hier.

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Prof. Dr. Beate Hofmann zur Bischöfin gewählt

Foto: medio.tv/schauderna.

Am 9. Mai wurde die Direktorin des IDM, Professorin Dr. Beate Hofmann, von der Synode der Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW), zur Bischöfin gewählt. Frau Hofmann erzielte im 2. Wahlgang 78 Stimmen und damit die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Sie wird Nachfolgerin von Bischof Prof. Dr. Martin Hein, der in den Ruhestand tritt.

Das Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) gratuliert seiner Direktorin zu dieser Wahl und wünscht ihr für die neue Aufgabe reichen Segen. In dem Umstand, dass eine Synode eine so profiliert mit dem Thema Diakonie verbundene Theologin mit überwältigender Mehrheit zur Bischöfin gewählt hat, sehen wir ein gutes Zeichen für die künftige Gestaltung der Beziehungen zwischen den verfassten Kirchen und den diakonischen Unternehmen, Einrichtungen und Werken – wie auch für die künftige Förderung diakonischer Kompetenz in der Kirche.

Zugleich bedauern wir sehr, in Bälde auf eine so profilierte Kollegin und herausragende Diakoniewissenschaftlerin, mindestens im direkten Arbeitsumfeld, verzichten zu müssen, die seit ihrer Berufung zum 1. Oktober 2013 das Profil des IDM wesentlich gestärkt und weiterentwickelt hat.

Beate Hofmann wird das neue Amt zum 1. Oktober 2019 antreten. Bis dahin erfüllt sie ihre Aufgaben für Forschung und Lehre im IDM und wird die akademische Betreuung der bei ihr geschriebenen wissenschaftlichen Arbeiten von Master- und PhD-Studierenden auch über dieses Datum hinaus fortsetzen.

Wichernempfang 2019

Beim Wichernempfang am 11. April 2019 in Berlin wurde Oberkirchenrätin a.D. Cornelia Coenen-Marx für drei wegweisende Monographien mit dem Sonderpreis geehrt.

Mit dem Wichernpreis wurde dann die Gerontologin Dr. Melissa Henne ausgezeichnet. Sie verfasste ihre Dissertation mit dem Titel „Technik, die begeistert!?“ am IDM der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Im Fokus der Arbeit stand die Frage, wie Träger der Diakonie den Einsatz technischer Unterstützungssysteme ethisch reflektieren können.

Preisverleihung an Cornelia Coenen-Marx
Preisverleihung an Dr. Melissa Henne

Antrittsvorlesung Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas

Herzliche Einladung zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. theol. Hanns-Stephan Haas (Hamburg), Systematische Theologie, am Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 18.00 Uhr.

Die Vorlesung wird unter dem Titel Das diakonische Unternehmen als demokratischer Lernort im Rahmen des diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums stattfinden.

Kompaktseminar: Ordnungsmomente diakonischer Unternehmen im Wandel: Strategie, Struktur, Kultur

16. bis 18. Januar 2020 / 13. bis 15. Februar 2020

Was strukturiert und orientiert das Handeln in diakonischen Unternehmen? Die zentralen Theorien, aktuellen Herausforderungenund Praxisbeispiele zu Strategie, Struktur und Kultur als Ordnungsmomente diakonischer Unternehmen begegnen Ihnen in diesem Seminar. Angereichert durch Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung werden Grundfragen der Relevanz und Gestaltung diakonischer Unternehmenskultur vorgestellt und an den Themen Diversität und Agemanagement konkretisiert. Ein Überblick über aktuelle Unternehmensstrukturen, ihre rechtliche Verankerung und ihre Konsequenzen für die Unternehmensführung ergänzt den erstenTeil des Seminars. Im Fokus des zweiten Teils stehen Fragen des strategischen Managements diakonischer Unternehmen in Theorie und Praxis.

Kompaktseminar: Diakonie als Branche: Entstehung, Strukturen, Profile

16. bis 18. Januar 2020 / 13. bis 15. Februar 2020

Wer in der Diakonie Leitungsverantwortung übernimmt, braucht nicht nur Kenntnisse im Blick auf Management, sondern auchVerständnis für die besondere Prägung diakonischer Organisationen. Einblicke in die Entstehung, die vielfältigen Strukturen unddie theologischen und spirituellen Profile diakonischer Arbeit erleichtern die Orientierung. Dieses Seminar vertieft den Blick in die Geschichte moderner Diakonie, um deren „Geworden-Sein“ im historischen Kontext vonKirche und Gesellschaft in wesentlichen Entwicklungslinien zu verstehen. So werden Voraussetzungen geschaffen, damit Sie mitder Historie des eigenen Unternehmens angemessen umgehen können. Außerdem erhalten Sie Einblick in die aktuellen Diskurseund Positionen zum diakonischen Profil.

Kompaktseminar: Führung und Leitung in Diakonie und Sozialwirtschaft

24. – 26. Oktober 2019 / 21. – 23. November 2019

Das Seminar gibt Ihnen Einblick in zentrale Themen und Theorien zu diakonischer Unternehmensführung und regt das Nachdenken über die eigene Führungsrolle und Führungspraxis an. Es reflektiert die Entscheidungspraxis in diakonischen Unternehmen und bietet einen Überblick über Governancefragen. Systemtheoretische Analysen zur Verortung der Diakonie und eine Einführung in das systemische Managementverständnis des neuen Managementmodells aus St. Gallen runden das Seminar ab.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Kompaktseminar: Multirationales Management in Kirche und Diakonie

24. – 26. Oktober 2019 / 21. – 23. November 2019

in diakonischen Unternehmen treffen multirationale, d.h. theologische, ökonomische und weitere fachliche Perspektiven auf einander. Das erfordert interdisziplinäre Leitung und die Kooperation verschiedener Rationalitäten in der Unternehmensführung. Um das zu ermöglichen, braucht es Verständnis für die Denkweisen der beteiligten Rationalitäten. Es braucht die Fähigkeit, Organisationen in der Interaktion mit ihrer Umwelt wahrnehmen und „lesen“ zu können und es braucht einen Blick für die besondere Verortung und Steuerung hybrider bzw. multirationaler Organisationen. Die konkreten Handlungsmuster und Herausforderungen für das Zusammenspiel der Perspektiven im Management diakonischer Unternehmen werden miteinandererkundet und diskutiert.

Weitere Informationen zum Kompaktseminar finden Sie hier.

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Büchlein „Die Kunst der Pause …in der Diakonie“

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Merkmale diakonischer Unternehmenskultur in einer pluralen Gesellschaft“ ist angeregt durch Gespräche mit Mitarbeitenden das Büchlein „Die Kunst der Pause …in der Diakonie“ entstanden, das inzwischen über das Diakonische Werk Bayern e. V. erhältlich ist. Über den Online-Shop der Diakonie Bayern können Sie das Büchlein für 3,50 € / Stück bestellen.

Verlinkung zum Online-Shop: http://www.diakonie-bayern-shop.de/index.php/die-kunst-der-pause-in-der-diakonie.html

Professur für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement

Am Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel in Bielefeld ist zum 1. April 2020 eine Professur für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement (W3, Nachfolge Prof. Dr. Beate Hofmann) zu besetzen. 

Gesucht ist eine Persönlichkeit (m/w/d), die das Gebiet der Diakoniewissenschaft/Diakoniemanagement mit Schwerpunkt auf der theologischen Reflexion diakonischer und kirchlicher Leitungstätigkeit in Forschung und Lehre an beiden Standorten der Kirchlichen Hochschule vertritt.

Vorausgesetzt werden Promotion und Habilitation bzw. habilitationsäquivalente Leistungen in einem Fach der evangelischen Theologie, vorzugsweise der Praktischen Theologie. Erwünscht sind Kompetenzen im Bereich des Managements/der Kybernese, der Ökonomik und der empirischen Sozialforschung sowie eine gute Feldkenntnis im Bereich der Diakonie.

Der zu besetzende Lehrstuhl ist zusammen mit einer Professur für Wirtschaftswissenschaft/Wirtschafts- und Unternehmensethik und einer Professur für Diakoniewissenschaft und Systematische Theologie/Ethik eingebunden in die Arbeit des Instituts für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement am Standort Bethel. Das Institut widmet sich in berufsbegleitenden Aufbaustudiengängen (MA und PhD) der akademischen Qualifikation von Führungskräften in Diakonie und Kirche und setzt eigene Forschungsschwerpunkte. Forschung und Lehre erfolgen in Zusammenarbeit mit Dozierenden aus der unternehmerischen Praxis und aus diakoniewissenschaftlich relevanten Disziplinen. Zu den Dienstaufgaben gehört die regelmäßige Mitarbeit in der Selbstverwaltung des Instituts und der Hochschule. 

Voraussetzung für die Berufung auf eine theologische Professur an der Kirchlichen Hochschule ist die Ordination für das Pfarramt. Die Besetzung erfolgt unter Beachtung von §36 der Grundordnung der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel.

Die Kirchliche Hochschule strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen im Kollegium an und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind dem Rektor der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel, Missionsstraße 9a/b, 42285 Wuppertal bis zum 30.9.2019 vorzulegen.