Antrittsvorlesung Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas

Herzliche Einladung zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. theol. Hanns-Stephan Haas (Hamburg), Systematische Theologie, am Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 18.00 Uhr.

Die Vorlesung wird unter dem Titel Das diakonische Unternehmen als demokratischer Lernort im Rahmen des diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums stattfinden.

Kompaktseminar: Ordnungsmomente diakonischer Unternehmen im Wandel: Strategie, Struktur, Kultur

24. – 26. Januar 2019 / 21. – 23. Februar 2019 oder 16. – 18. Januar 2020 / 13. – 15. Februar 2020

Als besonderes Highlight wird bei diesem Kompaktseminar Dr. rer. oec. Jürgen Spickers, Uni St. Gallen, Dozent am Institut für Betriebswirtschaft,  als Experte für Strategisches Management referieren. Dieses Teilmodul am 22./23. Februar 2019 kann auch einzeln gebucht werden.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Zu weiteren Hinweisen zu diesem Kompaktseminar gelangen Sie hier.

Verleihung Wichernpreis

Der Wichernpreis wird am 11. April 2019 in Berlin im Rahmen des Jahresempfangs der Diakonie Deutschland verliehen.

Antrittsvorlesung Prof. Dr. Dennis Solon

Herzliche Einladung zur Antrittsvorlesung von Gastprofessor Prof. Dr. theol. Dennis Solon (Bielefeld/Bethel), Neues Testament, am Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) am Mittwoch, 10. April 2019, um 18.00 Uhr.

Die Vorlesung wird unter dem Titel Ethos der Dankbarkeit. Exegetische Einsichten zur urchristlichen und modernen Diakonie im Rahmen des diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums stattfinden.

Diakoniewissenschaftliches Kolloquium 2019

Termine:

21.01.2019 Sareptas Töchter – Individuelle und kollektive Identität im Wandel

Ein Werkstattbericht

Prof. Dr. Ute Gause, Kirchengeschichte Bochum

20.02.2019 Das diakonische Unternehmen als demokratischer Lernort

Theologische Begründung und praktische Umsetzung

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas, Systematische Theologie Hamburg

21.03. – 23.03.2019 Lobetal – das Paradies im Wiesenthal

Bodelschwinghs autonomes Experiment nordöstlich von Berlin

Jan Cantow, Archivar der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal und
Prof. em. Dr. Matthias Benad, Diakonie- und Sozialgeschichte, Bielefeld-Bethel Weitere Informationen und Anmeldung unter www.idsg-bielefeld.de.

10.04.2019 Ethos der Dankbarkeit

Einsichten zur urchristlichen und modernen Diakonie
Antrittsvorlesung von Gastprofessor Dr. Dennis Solon, Neues Testament, Bielefeld-Bethel

15.05.2019 Wichern als Entrepreneur

Unternehmerisches Handeln im Aufbau des Rauhen Hauses 1833-1848
Jens Schild, Diakoniegeschichte und -management, Hamburg

26.06.2019 Hart, aber unfair

Erfahrungen von Frauen in Führungspositionen des Nonprofit-Sektors
Prof. Dr. Annette Zimmer, Politikwissenschaft, Münster

10.07.2019 „Es besteht Einigkeit darüber, dass die soziale und geistliche Versorgung…der im Sozialwerk Lebenden nicht voneinander getrennt werden kann…“

Überlegungen zur diakonischen Konzeption des Sozialwerks Stukenbrock
Dr. Frank Stückemann, Kirchengeschichte, Soest-Meiningsen

11.09.2019

Von der Pflege bis zur Leitung
Katholische Schwester in Krankenhäusern des 19. und 20. Jahrhunderts
Reglinde Meiwes, Geschichte, Berlin

Die Behindertenhilfe der Rummelsberger Diakonie 1945 – 1975
Bericht aus einem Forschungsprojekt
Dr. Karsten Wilke, Geschichte, Bielefeld

Kaiser, Krieg und Krankenhäuser
Der Johanniterorden und die christliche Liebestätigkeit im 19. Jahrhundert.
Dr. Ute Niethammer, Kirchengeschichte, Freiburg im Breisgau

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.idsg-bielefeld.de.

16.10.2019 Technik mit, für und in der Pflege – ethische und ökonomische Aspekte für eine wert- und werteorientierte Herangehensweise
Prof. Dr. Jürgen Zerth, Wirtschaftswissenschaften, Fürth

20.11.2019 Neuere Ansätze in der Diakoniewissenschaft
Prof. Dr. Johannes Eurich, Praktische Theologie, Heidelberg

Tagung Doing Culture am 20. und 21. März 2019

Mittlerweile ist diese Fachtagung zum Branchentreff aller derjenigen geworden, die sich mit diakonischer Unternehmenskultur beschäftigen. Ein Ort, an dem aktuelle wissenschaftliche Forschung vielfältige Praxis trifft, an dem beides reflektiert wird und gemeinsam Entwicklungen stattfinden. Aufgrund der großen Nachfrage möchten wir daher 2019 zum vierten Mal mit Ihnen über Aspekte diakonischer Unternehmenskulturen ins Gespräch kommen. Ob Umgang mit Vielfalt, Interkulturalität / Interreligiosität oder Diversity – unter ganz unterschiedlichen Überschriften setzen sich diakonische Unternehmen aus gutem Grund mit der vielgestaltigen kulturellen und religiösen Prägung ihrer Nutzerinnen und Klienten und zunehmend ihrer Mitarbeitenden auseinander – auch mit der religiösen Diversität unter diakonischen Leitungsverantwortlichen.

Wie kann eine Unternehmenskultur aussehen, die offen für Menschen unterschiedlichster Kulturen, Religionen und Weltanschauungen sein will und dennoch dezidiert diakonisch ist? Auf welche theologischen Grundlagen berufen wir uns dabei, welche werden uns leiten, welche sind unverzichtbar? Welche (Bildungs-) Angebote benötigen wir künftig dafür, welche können und müssen wir umsetzen angesichts der gesellschaftlichen und unternehmerischen Vielfalt und der Entwicklungen in Gesellschaft, Arbeitsrecht und Diakonie? Welche Anforderungen für Unternehmensführung und Einrichtungsleitungen ergeben sich daraus? Fragen wie diese stehen im Zentrum der 4. Tagung „Doing Culture“. Erfahrungen und Impulse aus unterschiedlichen Kontexten und Regionen Deutschlands werden dazu Anregungen bieten, besonders auch aus der Diakonie der Metropolregion Hamburg.
Mit dem nun bereits etablierten „Kulturmarkt“ möchten wir Ihnen auch dieses Mal wieder Gelegenheit zum Austausch über Ihre aktuellen Projekte bieten.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier.

Kompaktseminar Grundlagen des Finanzmanagements in Diakonie und Sozialwirtschaft

13.-16. März 2019

Wie entstehen in der Diakonie neue Ideen, die die Entwicklung neuer Geschäftsfeldern, neuer Finanzierungsmodelle oder neuer Organisationsformen anstoßen? Wie kommen diese Ideen im Unternehmen an und werden Teil der organisationalen Praxis und Prozesse?
Dieses Seminar führt Sie in die Besonderheit von sozialen Innovationen und sozialem Unternehmertum als Grundhaltung und Finanzierungsmodell in Non-Profit-Unternehmen ein.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kompaktseminar Diakonie als Branche: Entstehung, Strukturen, Profile

24.-26.Januar 2019 und 21.-23. Februar 2019

Wer in der Diakonie Leitungsverantwortung übernimmt, braucht nicht nur Kenntnisse im Blick auf Management, sondern auch Verständnis für die  besondere Prägung diakonischer Organisationen. Einblicke in die Entstehung, die vielfältigen Strukturen und die theologischen und spirituellen Profile diakonischer Arbeit erleichtern die Orientierung. Dieses Seminar vertieft den Blick in die Geschichte moderner Diakonie, um deren „Geworden-Sein“ im historischen Kontext von Kirche und Gesellschaft in wesentlichen Entwicklungslinien zu verstehen. So werden Voraussetzungen geschaffen, damit Sie mit der Historie des eigenen Unternehmens angemessen umgehen können. Außerdem erhalten Sie Einblick in die aktuellen Diskurse und Positionen zum diakonischen Profil.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Abschlusstagung Forschungsprojekt „Merkmale diakonischer Unternehmenskultur in einer pluralen Gesellschaft“ am 27. September 2018

Forschungsarbeit zur Unternehmenskultur

Diakonie braucht kultursensible Führungskräfte / Zunehmend mehr nicht kirchlich gebundene Mitarbeitende

Bielefeld. Drei Jahre wurde geforscht, jetzt liegen Ergebnisse und Empfehlungen zur diakonischen Unternehmenskultur in einer pluralen Gesellschaft vor. Den gemeinsamen Forschungsbericht präsentierte das Forschungsteam vom Institut fürDiakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule der Diakonie (FHdD).

In diakonischen Einrichtungen arbeiten längst nicht mehr nur Christinnen und Christen, sondern beispielsweise auch muslimische und konfessionslose Mitarbeitende. „Das Forschungsprojekt hat untersucht, wie sich die religiöse Pluralisierung der Mitarbeitenden in der Diakonie auf die Identität diakonischer Einrichtungen auswirkt“, erklärte Professorin Dr. Beate Hofmann.

Die IDM-Direktorin sowie Heike Schneider und Carolin Brune vom IDM und Professor Dr. Tim Hagemann von der Fachhochschule haben gemeinsam an dem Forschungsprojekt gearbeitet. Die Präsentation der Ergebnisse lockte rund 120 Fachleute, Leitungskräfte und Mitarbeitende von diakonischen Einrichtungen aus ganz Deutschland ins Assapheum nach Bethel.

Laut der wissenschaftlichen Untersuchung kann diakonisch geprägte Unternehmenskultur und Identität auch mit einer multireligiösen Mitarbeiterschaft entstehen und erhalten werden. Analysiert wurden Merkmale der Unternehmenskultur aus Sicht der Mitarbeitenden, und wie sich nicht kirchlich gebundene Mitarbeitende zu diesen Kulturmerkmalen verhalten.

Die Untersuchung erfolgte in 33 diakonischen Einrichtungen der stationären Alten- und Eingliederungshilfe in drei religiös unterschiedlich geprägten Regionen Deutschlands. Finanziert wurde sie durch die Förderung von 13 verschiedenen diakonischen und kirchlichen Trägern und Verbänden. Die Evangelische Kirche von Westfalen gehört zu den Mitinitiatoren des Forschungsprojektes.

„Sichtbar Diakonisches“ wird laut des Forschungsberichtes von älteren Mitarbeitenden persönlich bedeutsamer eingeschätzt als von jüngeren. Deutliche Wechselbeziehungen bestehen zwischen Arbeitszufriedenheit und Kulturwahrnehmung: Zufriedene Mitarbeitende haben ein klareres Bild von der Kultur ihrer Einrichtung als unzufriedene Mitarbeitende.

Leitungskräfte haben eine Schlüsselfunktion als Vorbild für die Mitarbeitenden im Umgang mit den als„diakonisch“ qualifizierten Merkmalen der Unternehmenskultur. Für Mitarbeitende ist entscheidend, dass Leitungskräfte als authentisch erlebt werden. So sind die Leitungskräfte häufig die Brücke für einen Zugang zu den als diakonisch wahrgenommenen Merkmalen der Unternehmenskultur.

 Eine weitere Erkenntnis ist,dass nicht kirchlich gebundene Mitarbeitende deutlich unterscheiden zwischen Ansprüchen des Arbeitsgebers im Blick auf ihre berufliche Praxis, die sie akzeptieren, und Ansprüchen an ihre eigene Glaubenshaltung, die sie deutlichablehnen.

Hagemann: „Explizit religiöse Praxis wird dann fragwürdig, wenn sie als aufgesetzt, unplausibel, unverständlich oder als nicht sinnvoll in Abläufe integriert erlebt wird.“ Als „Baustelle“ erweisen sich diakonische Bildungsangebote,die die Teilnahme von Menschen aus anderen Religionen berücksichtigen. Die bisherigen Konzepte diakonischer Bildung haben vor allem Konfessionslose oder christliche Mitarbeitende im Blick.

Zugleich zeigen die Befunde, dass diakonische Unternehmenskultur in ihrer spirituellen Dimension „Ankerpersonen“ braucht. Hofmann: „Es braucht Menschen, zum Beispiel Führungskräfte, Mitglieder geistlicher Gemeinschaften oder christlich engagierte Mitarbeitende, die die geistliche Dimension im Umgang mit Sterbebegleitung, mit Tischgebeten, in der Wahrnehmung von Menschen und ihren Problemen einbringen und Ideen entwickeln, die dann von anderen Mitarbeitenden aufgenommen und mitgetragen werden.“

Das Forschungsteam empfiehlt unter anderem, dass diakonische Träger vor dem Hintergrund der neuen Forschungsergebnisse ihr Verständnis von diakonischer Identität gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden klären sowie kultursensible Führungskräfte auswählen und unterstützen sollten.

Die Mitarbeitenden des Forschungsprojektes