Buchvorstellung: Wertegeleitete Unternehmensführung

Die Autoren Prof. Dr. Martin Büscher und Dr. Jens Rannenberg stellten im Rahmen des diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums das mit Prof. Dr. Dierk Starnitzke erarbeite und kürzlich erschienene Werk aus der NOMOS-Reihe vor:

Die Monographie wertet 25 standardisierte Interviews von leitenden Personen aus diakonischen und privatwirtschaftlichen Unternehmen zu Wertefragen aus. Auf diesem Hintergrund wurden Bausteine einer wertegeleiteten und kontextorientierten Unternehmenstheorie entwickelt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden von den Autoren dargestellt.

Büscher, Martin/ Rannenberg, Jens/ Starnitzke, Dierk. Wertegeleitete Unternehmensführung – Empirie und Theorie diakonischer und privatwirtschaftlicher Unternehmen, Bd. 15 Schriftenreihe Diakoniewissenschaft | Diakoniemanagement, NOMOS-Verlag, Baden-Baden 2020 (301 S.)

Hanna-Jursch-Preis der EKD geht an Theologin Sarah Jäger

München/Hannover (epd). Die Theologin Sarah Jäger erhält den mit 5.000 Euro dotierten Hanna-Jursch-Preis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Mit dem Preis zeichnet der Rat der EKD alle zwei Jahre herausragende wissenschaftlich-theologische Arbeiten aus, in denen gender- oder geschlechterspezifische Perspektiven eine wesentliche Rolle spielen, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Sarah Jäger erhält die Auszeichnung der EKD für ihre Dissertation „Bundesdeutscher Protestantismus und Geschlechterdiskurse 1949 – 1971. Eine Revolution auf leisen Sohlen“. Diese hat sie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität verfasst. In ihrer Arbeit beschäftige sie sich mit dem westdeutschen Protestantismus und seinen ethischen Debatten um weibliche Erwerbsarbeit, Familie, Sexualität und „Sittlichkeit“ in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik. Jäger entwerfe ein „differenziertes Gesamtbild“ der damaligen Geschlechterdiskurse, urteilte die Jury.

Alle Veranstaltungen mit digitaler Teilnahmemöglichkeit

Das IDM bietet derzeit alle Seminarveranstaltungen als Online-Veranstaltungen an. Dies betrifft ebenfalls die Kompaktseminare und das Diakoniewissenschaftliche Kolloquium.

Wir wünschen uns, bald wieder Präsenzveranstaltungen mit digitaler Teilnahmemöglichkeit durchführen zu können, damit Teilnehmende je nach eigener Risikoeinschätzung bzw. je nach Vorgabe Ihrer Einrichtung an den Seminaren entweder vor Ort in Bielefeld oder auch digital per Zoom teilnehmen können.

 

Vortrag: Bethels „Kampf“ gegen die NS-„Euthanasie“ – Öffentliches Bild und eigene Rolle, 1945-1970

Im Rahmen des Diakoniewissenschaftlichen Colloquium referierte Dr. Uwe Kaminsky am 09. Dezember 2020 zu Bethels „Kampf“ gegen die NS-„Euthanasie“ – Öffentliches Bild und eigene Rolle, 1945-1970.

„Wie konnte er das?“, fragte rhetorisch der vor dem Nürnberger Militärtribunal angeklagte und von Hitler mit der „Euthanasie“ beauftragte Karl Brandt am 19. Juli 1947. Brandt verwies damit auf die kolportierte Meinung Fritz von Bodelschwinghs (d.J.), dass er kein Verbrecher sondern ein Idealist sei.

Das Verhalten der v. Bodelschwinghschen Anstalten (heute Stiftungen) zu den nationalsozialistischen Kranken- und Behindertenmorden ist ein bereits zeitgenössisch kontrovers betrachtetes Thema gewesen. Die Frage, was geschah und wie man damit umging, wurde und wird immer wieder zum Thema gemacht, weil es je nach Sichtweise geeignet erscheint entweder eine ethische und theologische Grundüberzeugung zur Verteidigung des Lebensrechtes von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen zu illustrieren oder aber genau das Gegenteil zu zeigen, nämlich wie durch eine pragmatische Haltung des Eingehens auf staatliche Zumutungen auch die eigene ethische Position schwankend wird.

Dem Entstehen des Bildes von Bethels „Kampf“ gegen die NS-„Euthanasie“ wurde im Vortrag nachgegangen. Dr. Uwe Kaminsky ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre der ev.-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

 
 
 

Neuerscheinung: Umsorgtwerden: Zur Spiritualität des Hilfeempfangens

Zum Thema „Umsorgtwerden: Zur Spiritualität des Hilfeempfangens“ ist ein Themenheft der praktisch-theologischen Zeitschrift „Wege zum Menschen erschienen. Es geht auf ein gemeinsames Fachgespräch 2018 am IDM von Prof. Dr. Thorsten Moos, Lea Cilian (LMU München) und Dr. Sarah Jäger zurück.

Damian Ostermann ist neuer wissenschaftlicher Assistent

Damian Ostermann ist neuer wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement von Prof. Dr. Udo Krolzik. Er ist Diakon und Krankenpfleger und hat einen Master in Diakoniemanagement. Hauptberuflich ist er im Management beim Pflegedienst AerCura, Bielefeld tätig.

Hier stellt sich Damian Ostermann ein wenig vor:

Was das IDM von mir erwarten kann, meine Fähigkeiten:
Reflektiertes Praxisverständnis,
Wissen um Stakeholder und deren Rolle in Kommunikation in Marketing
Mut, grundlegende Fragen zu stellen und innovativ zu denken

Am IDM erwartet mich:
Herausforderung, die „andere Seite“ im Hochschulbetrieb kennenzulernen
Kluge und virtuose Menschen
Wissenschaftliches Arbeiten mit beabsichtigtem Praxisbezug

Darauf freue ich mich besonders:
Die Kultur des wertschätzenden Miteinanders am Institut

Ich neige zu:
Überkomplexität

Ich freue mich an:
Der Natur, meiner Familie und Musik

Berufung von Prof. Dr. Thorsten Moos in die Zentrale Ethikkommission für Stammzellenforschung beim Robert-Koch-Institut

Prof. Dr. Thorsten Moos ist neu durch die Bundesregierung in die Zentrale Ethikkommission für Stammzellenforschung beim Robert-Koch-Institut berufen worden.  Die Zentrale Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES), eine interdisziplinär zusammengesetzte Kommission von Experten aus den Bereichen Ethik, Theologie, Biologie und Medizin, prüft Anträge nach dem Stammzellgesetz (StZG) im Hinblick auf die Hochrangigkeit der Forschungsziele, die ausreichende Vorklärung des Forschungsprojektes und die voraussichtliche Notwendigkeit der Verwendung humaner embryonaler Stammzellen (hES-Zellen). Sie bewertet, ob das Forschungsvorhaben in diesem Sinne ethisch vertretbar ist und gibt zu jedem Forschungsvorhaben, in dem die Verwendung humaner ES-Zellen geplant ist, gegenüber der Genehmigungsbehörde, dem Robert Koch-Institut, eine Stellungnahme ab.

Diakoniewissenschaftliches Kolloquium: digitale Teilnahme ab Wintersemester möglich

Das Diakoniewissenschaftliche Kolloquium findet im Wintersemester jeweils Mittwochsabends von 18.00-20.00 Uhr an folgenden Terminen statt:

  1. Oktober 2020, 18. November 2020, 20. Januar 2021, 17. Februar 2021.

Erstmals ist auch eine digitale Teilnahme möglich. Sollte die Corona-Situation einer Präsenzveranstaltung entgegenstehen, wird das Kolloquium als rein digitale Zoomveranstaltung durchgeführt.

Themen und digitale Zugangsmöglichkeiten folgen im September 2020.

Forum Diakoniewissenschaft 2020

Das IDM plant das Forum Diakoniewissenschaft 2020 zum Thema Neue Organisationsformen und ihre treibenden Kräfte – Digitalisierung, Teilhabeorientierung (BThG), Fachkräftegewinnung am Freitag, dem 27. November 2020, als Präsenzveranstaltung in Bielefeld. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor. Weitere Informationen folgen im September.