Weiterbildung in Corona-Zeiten?

Pandemie bedeutet für Leitungsverantwortliche in Diakonie, Kirche und Sozialwirtschaft: Verunsicherungen, hohe Arbeitsbelastung und komplexe Entscheidungsprozesse. Warum sollten Sie da Kopf, Zeit und Muße für ein berufsbegleitendes Studium haben?

  • Das Studium am IDM ist sicher. Der jeweiligen pandemischen Lage angemessen finden Veranstaltungen in digitaler Form oder unter Einhaltung von Hygieneregeln statt.
  • Das Studium am IDM ist flexibel. Tragen Sie zu Hause Betreuungsverantwortung und haben Sorge, daher das Pensum nicht zu schaffen, kann das Studium individuell gestaltet werden: ermöglicht etwa durch hybride Veranstaltungen, Fristverlängerung bei Abgaben, späteres Nachholen einzelner Module, Mitverpflegung Angehöriger bei Präsenzveranstaltungen, zusätzliche Räumlichkeiten zum Wickeln und Füttern.
  • Das Studium am IDM ist praxisorientiert. Sie bringen aktuelle Fragen, die das Management in Krisenzeiten oder ethische Fragen betreffen, mit. Das Studium birgt so einen unmittelbaren Input für Ihre tägliche Berufspraxis und hilft, den gegenwärtigen Herausforderungen verantwortlich und wissenschaftlich reflektiert zu begegnen.
  • Das Studium am IDM soll bezahlbar sein. Zögern Sie aus finanziellen Gründen, das Studium zu beginnen, melden Sie sich gerne, um sich bezüglich verschiedener Möglichkeiten der Finanzierung beraten zu lassen.

Wenn Sie in Zeiten der Krise studieren möchten in einer Atmosphäre, die nicht nur geprägt ist von wissenschaftlicher Expertise, sondern auch von Menschlichkeit, Gastfreundschaft und Wertschätzung, sind Sie am IDM genau richtig.

M.A. Diakoniemanagement

für Leitungskräfte aus diakonischen Unternehmen und Unternehmen der Sozialwirtschaft

PhD Diakoniewissenschaft

für Leitungskräfte aus diakonischen Unternehmen und Unternehmen der Sozialwirtschaft

M.A. Diaconic Management

internationaler Studiengang

Abschluss: M.A.

Abschluss: Dr. diac.

Abschluss: M.A.

Diakoniewissenschaftliches Kolloquium am 14. April 2021

Dr. Frank Konersmann referierte am 14. April 2021 im Rahmen des Diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums in Kooperation mit dem Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte (IDSG) zu

„Von Guten und Bösen, von Opfern und Tätern“

– Bemerkungen zu begrifflichen und methodischen Fallstricken und zu Chancen ihrer Vermeidung in Biographien der Diakoniegeschichte (im Rahmen der Historiographie über das NS-Regime).

Den Ausgangspunkt des Vortrages bildet die Verwendung der beiden Begriffspaare ‚Gute und Böse‘ und ‚Opfer und Täter‘ in verschiedenen Zweigen der Historiographie über das  NS-Regime, wo  Personengruppen mit diesen beiden Begriffspaaren identifiziert werden. Gefragt wird zunächst  nach der jeweiligen Bedeutung und Funktion dieser Begriffspaare an ausgewählten Beispielen für verschiedene Gattungen historiographischer Darstellung (Weltkriegsmuseen, Täter- und Opferbiographien im Rahmen von Dokumentationen und Gedenkbüchern, Biographien, Monographien mit systematischen Betrachtungen etc.). Im Anschluss soll gemäß der historischen Semantik die Asymmetrie dieser Begriffspaare hinsichtlich ihrer Konsequenzen für die solchermaßen identifizierten Personengruppen aufgehellt werden. Sodann wird gefragt, erstens, ob und inwiefern eine solche Identifizierung mit den methodischen Möglichkeiten der Geschichtswissenschaft (historisch-kritische Textanalyse, analytische Ansätze der historischen Sozialwissenschaften), der es hauptsächlich um das Verstehen von Menschen, Ereignissen und Vorgängen geht, vereinbar ist, und, zweitens, welche Interessen, Erwartungen, Anliegen und Bedürfnisse letztlich ausschlaggebend sind, die auf eine solche Identifikation von Personengruppen zielen und sie bevorzugen. Schließlich soll erörtert werden, welche methodischen Chancen die historiographische Gattung der Biographie bietet, die nach Wilhelm Dilthey auf das Verstehen ausgerichtet ist, und welche Grenzen ihr unterliegen in Anbetracht der während des Vortrages angesprochenen heterogenen Interessen und Erwartungen an eine historiographische Darstellung von Einzelpersonen und Personengruppen während des NS-Regimes.

Zur Person:

Dr. Frank Konersmann ist wissenschaftlicher Berater im Archiv der diakonischen Stiftung Eben-Ezer in Lemgo. Zuvor war er als Archivar der Stiftung tätig und hat bis 2019 als Lehrkraft an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld gearbeitet. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die europäische Agrar-, Sozial- und Klimageschichte der Frühen Neuzeit, wozu er zuletzt den Band mit dem Titel ‚Die Kleine Eiszeit (1430-1830) in Unterricht und Lehre‘ veröffentlichte.

Klicken Sie hier zur ZOOM-Teilnahme an diesem Abend und nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch über dieses spannende Thema. 

„Von der Pflege zur Leitung: Katholische Schwestern in Krankenhäusern des 19. und 20. Jahrhunderts“.

Am 13. Januar referierte Frau Dr. Relinde Meiwes (Berlin) im Rahmen des Diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums des Instituts für Diakonie- und Sozialgeschichte (IDSG) zu „Von der Pflege zur Leitung: Katholische Schwestern in Krankenhäusern des 19. und 20. Jahrhunderts“.

Dr. Relinde Meiwes beschäftigte sich mit dem Einfluss der katholischen Frauenkongregationen auf Etablierung und Fortentwicklung sowie auf Inhalte und Praxis der Krankenpflege im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sie zeigte, dass die Tätigkeit der Schwestern keineswegs auf eine dienende und sorgende Funktion beschränkt blieb. Das Aufgabenspektrum von einer qualifizierten Krankenpflege bis hin zur Leitung eines Krankenhauses – im Besitz der Kongregation – erforderte darüber hinaus gehende Qualifikationen.

Dr. Relinde Meiwes lebt und arbeitet als freiberufliche Historikerin in Berlin und forscht in ihrem aktuellen Projekt über das Engagement von Franziskanerinnen und Elisabethschwestern im Pflegewesen.

Buchvorstellung: Wertegeleitete Unternehmensführung

Die Autoren Prof. Dr. Martin Büscher und Dr. Jens Rannenberg stellten im Rahmen des diakoniewissenschaftlichen Kolloquiums das mit Prof. Dr. Dierk Starnitzke erarbeite und kürzlich erschienene Werk aus der NOMOS-Reihe vor:

Die Monographie wertet 25 standardisierte Interviews von leitenden Personen aus diakonischen und privatwirtschaftlichen Unternehmen zu Wertefragen aus. Auf diesem Hintergrund wurden Bausteine einer wertegeleiteten und kontextorientierten Unternehmenstheorie entwickelt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden von den Autoren dargestellt.

Büscher, Martin/ Rannenberg, Jens/ Starnitzke, Dierk. Wertegeleitete Unternehmensführung – Empirie und Theorie diakonischer und privatwirtschaftlicher Unternehmen, Bd. 15 Schriftenreihe Diakoniewissenschaft | Diakoniemanagement, NOMOS-Verlag, Baden-Baden 2020 (301 S.)

Hanna-Jursch-Preis der EKD geht an Theologin Sarah Jäger

München/Hannover (epd). Die Theologin Sarah Jäger erhält den mit 5.000 Euro dotierten Hanna-Jursch-Preis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Mit dem Preis zeichnet der Rat der EKD alle zwei Jahre herausragende wissenschaftlich-theologische Arbeiten aus, in denen gender- oder geschlechterspezifische Perspektiven eine wesentliche Rolle spielen, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Sarah Jäger erhält die Auszeichnung der EKD für ihre Dissertation „Bundesdeutscher Protestantismus und Geschlechterdiskurse 1949 – 1971. Eine Revolution auf leisen Sohlen“. Diese hat sie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität verfasst. In ihrer Arbeit beschäftige sie sich mit dem westdeutschen Protestantismus und seinen ethischen Debatten um weibliche Erwerbsarbeit, Familie, Sexualität und „Sittlichkeit“ in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik. Jäger entwerfe ein „differenziertes Gesamtbild“ der damaligen Geschlechterdiskurse, urteilte die Jury.

Alle Veranstaltungen mit digitaler Teilnahmemöglichkeit

Das IDM bietet derzeit alle Seminarveranstaltungen als Online-Veranstaltungen an. Dies betrifft ebenfalls die Kompaktseminare und das Diakoniewissenschaftliche Kolloquium.

Wir wünschen uns, bald wieder Präsenzveranstaltungen mit digitaler Teilnahmemöglichkeit durchführen zu können, damit Teilnehmende je nach eigener Risikoeinschätzung bzw. je nach Vorgabe Ihrer Einrichtung an den Seminaren entweder vor Ort in Bielefeld oder auch digital per Zoom teilnehmen können.

 

Vortrag: Bethels „Kampf“ gegen die NS-„Euthanasie“ – Öffentliches Bild und eigene Rolle, 1945-1970

Im Rahmen des Diakoniewissenschaftlichen Colloquium referierte Dr. Uwe Kaminsky am 09. Dezember 2020 zu Bethels „Kampf“ gegen die NS-„Euthanasie“ – Öffentliches Bild und eigene Rolle, 1945-1970.

„Wie konnte er das?“, fragte rhetorisch der vor dem Nürnberger Militärtribunal angeklagte und von Hitler mit der „Euthanasie“ beauftragte Karl Brandt am 19. Juli 1947. Brandt verwies damit auf die kolportierte Meinung Fritz von Bodelschwinghs (d.J.), dass er kein Verbrecher sondern ein Idealist sei.

Das Verhalten der v. Bodelschwinghschen Anstalten (heute Stiftungen) zu den nationalsozialistischen Kranken- und Behindertenmorden ist ein bereits zeitgenössisch kontrovers betrachtetes Thema gewesen. Die Frage, was geschah und wie man damit umging, wurde und wird immer wieder zum Thema gemacht, weil es je nach Sichtweise geeignet erscheint entweder eine ethische und theologische Grundüberzeugung zur Verteidigung des Lebensrechtes von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen zu illustrieren oder aber genau das Gegenteil zu zeigen, nämlich wie durch eine pragmatische Haltung des Eingehens auf staatliche Zumutungen auch die eigene ethische Position schwankend wird.

Dem Entstehen des Bildes von Bethels „Kampf“ gegen die NS-„Euthanasie“ wurde im Vortrag nachgegangen. Dr. Uwe Kaminsky ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre der ev.-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

 
 
 

Neuerscheinung: Umsorgtwerden: Zur Spiritualität des Hilfeempfangens

Zum Thema „Umsorgtwerden: Zur Spiritualität des Hilfeempfangens“ ist ein Themenheft der praktisch-theologischen Zeitschrift „Wege zum Menschen erschienen. Es geht auf ein gemeinsames Fachgespräch 2018 am IDM von Prof. Dr. Thorsten Moos, Lea Cilian (LMU München) und Dr. Sarah Jäger zurück.