Religion in neuen Stadtquartieren

Religion in neuen Stadtquartieren

Seit der Entstehung von Städten nehmen Religionen in ihnen einen wichtigen Raum ein. Auch heute beeinflussen Religionsgemeinschaften das Leben der Stadtbewohner – wie umgekehrt das städtische Leben vielfältig religionsproduktiv wirkt. Religiöses Leben in der Stadt wandelt sich permanent. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn ein neuer Stadtteil entsteht und Religionen in ihm Raum greifen. In der Wechselwirkung zwischen Räumen, Akteuren und Institutionen, in Engagement, Planung und Zufällen entsteht eine neue religiöse Landschaft. Dieser Prozess wird in der Studie empirisch und praxisorientiert untersucht. Hierfür werden Methoden der Religionsethnologie im Verbund mit anderen Instrumenten qualitativer Sozialforschung eingesetzt, um eine dichte Beschreibung religiöser Wirklichkeit im städtischen Umfeld zu gewährleisten. Dabei gilt es, zunächst die jeweils eigene, in dieser Stadt und diesem Quartier spezifische Situation eingehend zu beschreiben und anschließend Vergleiche zu ziehen. Um diese Vergleiche ergiebig zu machen, finden Stadtquartiere mit ganz unterschiedlichen lokalen Spezifika und in unterschiedlichen Entwicklungsständen Berücksichtigung (derzeit 13 Quartiere in Berlin, Hamburg, Heidelberg, Freiburg, Karlsruhe und München).

Ziele

  • Empirische Beschreibung und Analyse der Wechselbeziehung zwischen Religionen und ihrem städtischem Umfeld
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für kirchliche Akteure

Verantwortlich

  • Prof. Dr. Thorsten Moos, Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel
  • Prof. Dr. Christopher Zarnow, Evangelische Hochschule Berlin
  • Dr. Juliane Kanitz, Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg

Kooperationspartner

  • Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST), Heidelberg
  • Arbeitsstelle „Theologie der Stadt“, Berlin
  • Evangelische Hochschule, Berlin

Arbeitsformen

  • Feldforschung (Interviews, teilnehmende Beobachtung etc.)
  • Durchführung von Workshops mit Expertinnen und Experten
  • Erstellung von Handlungsempfehlungen

Fördergeber

Das Projekt wird gefördert von Landeskirchen, Kirchenkreisen, Gemeinden sowie öffentlichen und privaten Zuschussgebern.