Schriftenreihe

Schriftenreihe

Band 1

Herausgegeben von Prof. Dr. Matthias Benad, Prof. Dr. Martin Büscher, Prof. Dr. Udo Krolzik, Pastor

Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel

Interdisziplinarität, Normativität, Theorie-Praxis-Verbindung
2015, 301 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-1800-9

Das Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel steht für eine Innovation in Forschung und Lehre, die mit Blick auf Führen und Leiten in Diakonie und Kirche akademische Herausforderungen der Interdisziplinarität, Normativität und Theorie-Praxis-Verbindung gestalten will.

Der Band dokumentiert wissenschaftssystematische Herangehensweisen, Spannungsfelder und erste Ergebnisse der Forschung. Zu Worte kommen Theologinnen und Theologen, Wirtschaftswissenschaftler, Vorstände aus großen diakonischen Unternehmen und Studierende, die alle mehrjährige Leitungserfahrung aufweisen.

Dokumentiert ist der grenzüberschreitende Diskussionsprozess durch Beiträge zu einem wissenschaftssystematischen Symposion, durch repräsentative Beiträge von hauptamtlich Lehrenden, durch Beiträge von Studierenden zum Diakoniewissenschaftlichen Programm, durch erste Ergebnisse in Form von Dissertationen sowie durch drei Studienprogramme MA national, MA international und den PhD.

Band 2

Dr. Burkhard Meyer-Najda

Unternehmensaufsicht als Herzensangelegenheit

Unternehmenstheologische Grundlagen und Kriterien zur Gestaltung von Corporate Governance in Unternehmen der Diakonie
2013, 233 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-0927-4

Burkhard Meyer-Najda zeigt, dass Unternehmensaufsicht in der Diakonie mehr ist als eine lästige Pflicht. Unternehmenstheologische Reflexionen helfen dabei, diakonische Corporate Governance als eine Herzensangelegenheit mit Gefühl und Verstand zu entwickeln. Das Management muss nicht nur kontrolliert, sondern auch sinnvoll und mit Freude beraten werden. Angesichts wirtschaftlicher und ethischer „Klippen“ gilt es, das Unternehmensschiff gemeinsam auf Kurs zu halten. Impulse der Diakoniegeschichte, der biblischen Theologie und der afrikanischen Ubuntu-Philosophie bieten neue Zugänge zur Gestaltung. Anhand der dabei entwickelten Kriterien von „Gemeinschaftstreue“ (Respektieren des Rechts, Achten der Heiligkeit, Befriedigung von Grundbedürfnissen) werden Vorschläge entwickelt, die im eigenen Unternehmen umgesetzt werden können.

Band 3

Dr. Andreas Einig

Wie im Himmel so auf Erden

Spiritualität in der Personal- und Organisationsentwicklung
2014, 358 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-0978-6

Mit dem Ziel, neben vordergründigen Lern- und Entwicklungsprozessen, den Wandel aus dem Transzendenzbezug heraus zu gestalten, gibt der Verfasser Denkanstöße für die Personal- und Organisationsentwicklung (PE/OE), die Führung und das Management, wie und wo es möglich ist, Spiritualität als vornormativer Dimension Raum zu geben.

Dazu werden Grundlagen zur (Be-)Deutung und Wirkung von Spiritualität, zur PE/OE, unternehmerischer Diakonie sowie zu Integrationsmöglichkeiten von Spiritualität in aktuelle Managementmodelle aufgezeigt. Darauf aufbauend werden zentrale Elemente in einem Managementmodell sowie konkrete Instrumente der PE/OE und deren mögliche Integration von Spiritualität dargestellt. Diese reichen von der SWOT-Analyse über die Strategieentwicklung mit der Balanced Scorecard, Personalentwicklungsinstrumenten entlang des Mitarbeiterlebenszyklus, wie z.B. der Arbeit mit dem Kompetenzmodell, bis hin zu Teamentwicklung, Feedback, Prozessmanagement und der Entwicklung der Aufbauorganisation.

Band 4

Dr. Werner Nauerth

Werteorientiertes Management mit Kennzahlen

Unternehmensethische Grundlagen, werteorientierte Konzepte, diakoniespezifische Konkretionen
2014, 390 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-1801-6

Die Verbindung von ethischen Werten in der Diakonie mit Themen wie Management und insbesondere mit Kennzahlen ist bereits mehrfach zum Gegenstand wissenschaftlicher Bearbeitung geworden. Es liegt jedoch bisher kein befriedigendes Gesamtkonzept vor, das allgemein anerkannt wäre und der Komplexität der zu lösenden Probleme gerecht würde. Insbesondere Fragen nach dem Verhältnis von Wertekategorien, Zielen und Leistungen in der Diakonie sowie nach deren konzeptionellem Zusammenhang mit Kennzahlen bleiben bisher weitgehend offen.

Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke, indem sie grundlegende konzeptionelle Bausteine eines werteorientierten Diakoniemanagements entwickelt, Möglichkeiten seiner systematischen Verknüpfung mit Kennzahlen untersucht und beispielhafte Konkretionen diskutiert.

Band 5

Michael Bartels

diakonisches profil und universal design

Diakonie zwischen Verkirchlichung und Verweltlichung des Christentums
2015, 711 S., Gebunden, ISBN 978-3-8487-2188-7

Die Untersuchung geht von semantischen und semiotischen Botschaften der Diakonie aus und beleuchtet kritisch verbreitete diakonische Profilierungsversuche, die im Zusammenhang mit abgrenzenden Identitätskonzepten stehen. Demgegenüber wird ein Dienstleistungsdesign zur Anwendung gebracht, das in Übereinstimmung mit dem in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerten Ansatz eines universellen Designs steht.

Aus der Außendarstellung der Diakonie werden Rückschlüsse auf aktuelle organisatorische Herausforderungen der Diakonie gezogen, die zur Überwindung der im Verhältnis zwischen organisierter Diakonie und verfasster Kirche bestehenden morphologischen Fundamentalismen ebenso beitragen wie zur Bewältigung der Umbrüche der Moderne, denen sich die christliche Religion im Spannungsfeld von Verkirchlichung und Verweltlichung insbesondere in Ostdeutschland stellen muss.

Band 6

Dr. Andreas Theurich

Religiöses Wissen in Diakonischen Unternehmenskulturen

2016, 510 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-3562-4

Diakonieunternehmen bemühen sich angesichts einer heterogenen Zusammensetzung der Mitarbeitenden auf einem umkämpften Sozialmarkt um eine klar profilierte Unternehmenskultur. Religion, Spiritualität und Ethik spielen bei ihrer Ausgestaltung eine besondere Rolle. Unternehmenskultur besteht aber nicht nur aus der symbolischen Kommunikation von Werten und Leitsätzen, sondern hat eine die Wirklichkeit des Unternehmens strukturierende und konstruierende Wirkung. Dabei bildet das implizit und explizit vorhandene religiöse Wissen der Organisation selbst eine entscheidende und kritische Ressource. Wirkungsmöglichkeiten und Grenzen religiösen Wissens innerhalb diakonischer Unternehmenskulturen werden in diesem Werk vor dem Hintergrund auch internationaler Organisations- und Managementliteratur ausführlich diskutiert.

Insbesondere Führungskräften in Diakonieunternehmen werden Perspektiven einer auf potenzielle Zukunftsgestaltung zielenden reflexiven diakonischen Unternehmenskultur aufgezeigt.

Band 8

Dr. Udo G. Polenske

Mitarbeiterbindung in der Diakonie

Empirische Analyse von Bindungsfaktoren diakonischer Führungskräfte
2017, Rund 311 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-4129-8

Was bindet Mitarbeitende an ihr diakonisches Unternehmen? Warum bleibt, wer bleibt? Die Studie überträgt Ergebnisse der Mitarbeiterbindungstheorie auf Einrichtungsleitende der stationären Altenhilfe. Übersichtlich werden Einflussfaktoren wie Vorgesetzte, Team, Unternehmen, eigene Einrichtung, Beruf und Karriere ausgewertet. Die Betrachtung gliedert sich in umwelt-, unternehmens- und personenbezogene Faktoren.

Die Arbeit bietet eine Anleitung zur Entwicklung eigener Handlungsstrategien. Eine Vielzahl von Bindungsfaktoren wird katalogartig vorgestellt. Empfehlungen für die Praxis werden ausgesprochen.

Anhand von fünf Bindungstypen wird ein auf den Mitarbeitenden bezogenes Bindungsmanagement entworfen. Diese Typen sind Modelle und helfen als diagnostisches Instrumentarium bei der Suche nach Bindungsfaktoren. Die hier entwickelte Commitment- Screening- Methode ist übertragbar auf andere Bereiche innerhalb der Diakonie, ebenso auf weitere vergleichbare Non-Profit-Organisationen.

Band 9

Dr. Christian Geyer

Arbeitsbeziehungen in der Diakonie

Demokratisches Bürgerethos als christliche Orientierung einer hybriden Sozialpartnerschaft
2017, 381 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-4327-8

Die kirchlichen Arbeitsbeziehungen und die Sozialpartnerschaft stehen vor sozio- ökonomischen und normativen Aporien. Christian Geyer zeigt in dieser interdisziplinären Studie auf, dass eine andere ethische Orientierung und entsprechende Organisationsformen notwendig sind, damit das, was in den Systemen wahr ist, bleiben kann. Inspiriert vom christlichen Ethos der Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit rekonstruiert er Unternehmen und natürliche Personen als Bürger, die in multirationalen Verständigungsprozessen Arbeitsbeziehungen gestalten. Das demokratische Bürgerethos provoziert unternehmens- und ordnungspolitische Konsequenzen, die in einer Topologie hybrider Organisationsformen und deren gesetzlicher Absicherung skizziert werden. Diese Säkularisierung und Politisierung der Arbeitsbeziehungen in der Diakonie interpretiert Christian Geyer als eine paradoxe diakonische Profilschärfung, die sowohl der Theologie als auch der Soziologie, den Rechtswissenschaften und der Praxis zu denken gibt.

Band 10

Herausgegeben von Prof. Dr. Beate Hofmann, Prof. Dr. Martin Büscher

Diakonische Unternehmen multirational führen

Grundlagen – Kontroversen – Potentiale
2017, 356 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-4405-3

In sozialwirtschaftlichen Unternehmen treffen verschiedene fachliche Denkmuster und Logiken bei der Gestaltung von Dienstleistungen aufeinander: Ökonomische, medizinische, pflegewissenschaftliche, sozial- oder heilpädagogische und in der Diakonie auch theologische. In diesem Band werden Konsequenzen dieser Multirationalität für das Management z.B. im Blick auf Strategien, Entscheidungs- oder Innovationsprozesse aufgezeigt. Aus historischer, juristischer, theologischer und systemischer Sicht werden Folgen für die komplexe Verhältnisbestimmung zwischen Diakonie und Kirche diskutiert. Der dritte Teil reflektiert Potentiale für die zukünftige Entwicklung diakonischer Unternehmen und thematisiert Sozialraumorientierung, Innovation und Kooperationsökonomie. Der Band bietet Führungskräften und diakoniewissenschaftlich Interessierten einen Einblick in Forschungserträge und aktuelle Diskurse und Impulse für eine sach- und menschengerechte Managementpraxis.

Mit Beiträgen von Dr. Michael Bartels, PD Dr. Holger Böckel, Prof. Dr. Dr. Alexander Brink, Prof. Dr. Martin Büscher, Dr. Martin Hamburger, Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas, Prof. Dr. Beate Hofmann, Dr. Hendrik Höver, Dr. Ursula Krey, Prof. Dr. Udo Krolzik, Dr. Udo G. Polenske, Dr. Jens Rannenberg, Johannes Schildmann, Dr. Roland Schöttler, Prof. Dr. Dierk Starnitzke, Prof. Dr. Wolfgang Wasel

Band 11

Thomas Ostrau

Konzerneigene Zeitarbeit in gemeinnützigen Unternehmen der Diakonie

Grundlagen, Kriterien und Entwicklung eines werteorientierten (Ideal-)Konzepts
2018, 275 S., Broschiert, ISBN 978-3848745753

Um den niedrigen öffentlichen Refinanzierungen der sozialen Arbeit, dem politisch gewollten Wettbewerb (Wohlfahrtsverbände untereinander sowie mit freigewerblichen Anbietern) und der Trägerpluralität entgegenwirken zu können, nutzen viele diakonische Träger das Instrumentarium der konzerneigenen Zeitarbeit. Diese gelebte Praxis wird von den gesellschaftlichen Interessengruppen unterschiedlich wahrgenommen und ist teilweise nicht unumstritten.

In der Dissertation wird daher untersucht, welche Anstrengungen von der Diakonie unternommen werden sollten, um die konzerneigene Zeitarbeit über die bloße legale Anwendung hinaus bei den Interessengruppen zu rechtfertigen. Auf dieser Grundlage wird ein werteorientiertes (Ideal-)Konzept für die keZA entwickelt, das relevante Kriterien, Kernbausteine sowie Instrumente und Maßnahmen beinhaltet.