Finissage der Ausstellung „Vogel, Hinz und Moritz“ am 19. Februar 2010
Das Haus als Weltenmitte – Kunst am Institut im Gespräch

„Bunt ist meine Lieblingsfarbe“ - diese Zeile von Walter Gropius schwebte am Freitag den 19. Februar 2010 über die Finissage der Ausstellung „Vogel, Hinz und Moritz“. Die Ausstellung mit dem schelmischen Titel war seit November 2009 in den Räumlichkeiten des Instituts für DiakonieManagement- und Diakoniewissenschaft in Bielefeld zu Gast.
Eine Bildergalerie von der Finissage finden Sie » hier.
Über 31 Malereien von Hans-Jürgen Hinz, Harald Moritz und Hans-Günter Vogel, Künstler der Kunstwerkstatt der Stiftung Eben-Ezer aus Lemgo, waren zu sehen. Zum Abschluss lud das Institut zu einem Gespräch mit den Künstlern und den Kunsttherapeuten aus Lemgo ein.
In der Mittagsstunde strömten über 70 Kunstinteressierte zusammen und bildeten ähnlich den Bildern von Hans-Günter Vogel ein engmaschiges und vibrierendes Muster. Ulrike Pfeiffer, Schulleiterin des Berufskollegs Bethel, fand sich mit Auszubildenden u.a. der Heilerziehungspflege, Kinderpflege und Sozialpädagogik in der Mittagsstunde ein. Andrea Nehring, wissenschaftliche Assistentin am Institut, leitete mit einer Rede das Gespräch ein und fügte ganz persönliche Assoziationen und Beobachtungen den Malereien bei. So konzentrierte sie sich in ihren Betrachtungen auf das Motiv des Hauses: „Unsere Wohnung ist die Weltenmitte. Aus ihr stoßen wir in die Welt vor, um uns auf sie wieder zurückzuziehen.“
Das Haus als Heimat, als Spiegel der Seele und auch als dritte Haut des Menschen taucht in den Arbeiten von Hans-Jürgen Hinz, der aufgrund einer Erkrankung leider nicht anwesend sein konnte, immer wieder auf. Die Künstler Harald Moritz und Hans-Günter Vogel, hielten sich still aber voller Freude im Hintergrund und lauschten den ihren Werken zugetragenen Worten.
Christine Förster, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit aus Lemgo führte detailliert in das Werk der drei Künstler ein und berichtete von der Arbeit der Kunstwerkstatt Eben-Ezer. So bietet diese Menschen mit und ohne Behinderung Raum und Begleitung zur freien künstlerischen Arbeit. Ursula Wagner und Heidi Menke, die Kunsttherapeutinnen der Kunstwerkstatt erzählten von der gemeinsamen Arbeit in der Werkstatt und der künstlerischen Heransgehensweise von Vogel, Hinz und Moritz. So reist Harald Moritz in seinem Geiste in Natur- und Stadtlandschaften wie nach Budapest und lässt sie dann mit Ölpastellkreiden auf Papier realitätsnah auftauchen.
Alle Bilder der Ausstellung bewegen sich in einem Feld von Innen und Außen. Wenn die Hausfassaden sich häuten, blitzen Lebensgeschichten hervor, die von innen kommen und nach innen gehen. Über das Sehen der Augen wandern Geschichten über den Außenraum in die Innenräume der Betrachter. In einem lebendigen Austausch verflochten sich die Fragen und Antworten der Anwesenden zu einem bunten Erzählstrang, von dem jeder ein Stück fern der Welt der Kunstausstellung in sein Haus, in seine Weltenmitte, mitnehmen konnte.
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» Pressemeldung zur Finissage am 19. Februar 2010
Ansprechpartnerin vor Ort
Andrea Nehring
Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM)
Kirchliche Hochschule Wuppertal / Bethel
Remterweg 45, 33617 Bielefeld
Fon: 0521 144 3948
Fax: 0521 144 5998
Mail: nehring@diakoniewissenschaft-idm.de


