Profil des Studiengangs

Die folgenden Kompetenzen können Sie im Masterstudiengang Diakoniewissenschaft erwerben oder vertiefen:

1. Wahrnehmen und Verstehen: Diakonie (als produktives soziales System, als Branche, als hybride Organisation) wahrnehmen können:

  • Theologische, wirtschaftswissenschaftliche und andere fachliche Perspektiven verstehen und aufeinander beziehen
  • Sprachfähigkeit für interdisziplinäre Kooperation und gemeinsame Leitung entwickeln (Multirationalität, in der Handlungslogik des anderen denken können und die Sprache kennen)
  • Vorverständnisse klären, z.B. Unternehmensbegriff, und vermeintliche Selbstverständlichkeiten (z.B. normative Vorgaben) der jeweiligen Perspektiven nachvollziehen können
  • Die Eigentümlichkeiten und unterschiedlichen Systemlogiken in Diakonie im Spannungsfeld zwischen Kirche, freiem Unternehmertum und Staat analysieren, verstehen und damit umgehen können (hybride Organisationen)
  • Einbettung in Organisations-, Unternehmens-, Gesellschaftskontexte wahrnehmen

2. Interdisziplinäre Urteilsbildung: Entscheidungen reflektieren (urteilen)

  • Entscheidungen im Blick auf ihre vornormativen und normativen Implikationen hin reflektieren können
  • Rückkoppelung bzw. Verknüpfung mit theologischen Argumentationssträngen und mit Religiosität leisten können („mit dem Milieu vertraut werden“)
  • theologische, ethische und strukturell-ökonomische Dimensionen sozialer Organisationen wahrnehmen

3. Konzeptionelle Kompetenz: Konzeptionelles Denken im Blick auf  Unternehmensentwicklung in kontextueller und ethischer Dimension fördern und entwickeln

  • Aktuelle Entwicklungen und Diskurslinien in der Diakonie/Sozialwirtschaft und in den relevanten wissenschaftlichen Disziplinen und ihre Hintergründe (vor dem Hintergrund multirationaler Organisationstheorie) wahrnehmen und (kontextuell, systemisch, interdisziplinär) reflektieren können
  • Diskurse kennen und einordnen, konzeptionell weiterdenken im Blick auf Relevanz und Anwendbarkeit für Leitungspraxis in Unternehmen
  • Konzeptionelle und kybernetische Kompetenz entwickeln, d.h. ein fremdes System analysieren und verstehen können, eigenständig Konsequenzen für Unternehmensführung ziehen, sich steuernd verhalten können

4. Handlungskompetenz: Handlungs- und Steuerungsfähigkeit (handeln)

  • In komplexen, multirationalen Systemen agieren können
  • eigenständig Konsequenzen aus der Systemanalyse für Unternehmensführung ziehen und sich steuernd verhalten können
  • Konzeptionelles (visionär, neu, kreativ) Denken im Blick auf Unternehmensentwicklung fördern