Diakoniewissenschaftliches Kolloquium am 23. Februar – Die Westfälische Diakonissenanstalt Sarepta: Forschungsstand und Perspektiven.

Nach der Überwindung anfänglicher technischer Schwierigkeiten mit der Videokonferenztechnik erlebte eine Gruppe Interessierter erhellende Vorträge und einen lebendige Diskussion im Anschluss. 

Die 1869 gegründete Westfälische Diakonissenanstalt Sarepta in Bielefeld-Bethel entwickelte sich um 1930 mit rund 2.000 Schwestern zum größten Mutterhaus der internationalen evangelischen Diakonissenbewegung. Ab 1950 erlebte auch Sarepta einen dramatischen Rückgang des Nachwuchses und tiefgehende Veränderungen.
Im Kolloquium diskutieren Ute Gause, Kirchenhistorikerin in Bochum mit Schwerpunkt Frauengeschichte, und Matthias Benad vom Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte in Bielefeld über Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Erforschung der Mutterhausgeschichte.

Dr. theol. Ute Gause ist seit 2007 Professorin für Reformation und Neuere Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und war von 2015 – 2017 Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät.

Prof. em. Dr. phil. Mattias Benad lehrt als Emeritus am IDM Diakonie- und Sozialgeschichte. Er war von 2013 bis 2017 Direktor des IDM und leitet weiterhin das Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte (IDSG). Seine Forschungsschwerpunkte sind: Diakoniegeschichte, insbesondere vom 19. Jahrhundert an, Artefakte und Architekturen im Kontext christlicher Wohlfahrtstätigkeit, Mikrostudien zum Verhältnis von Religiosität, Organisationsbildung und sozialer Weltgestaltung.