New Secretary for Karagwe Diocese, Ev. Lutheran Church of Tanzania

Rev. Jeremiah Rugimbana MA, Chief Administrator Nyakahanga Hospital, North-Eastern Tanzania, was recently elected Secretary for Karagwe Diocese, Ev. Lutheran Church of Tanzania (ELCT). Jeremiah Mukurasi Rugimbana is an Alumnus of the International Masterprogram Diaconic Management (IMADM) K2 (2013-2015) and member of International Community of Diaconic Management (ICDM). His masterthesis was entitled „Micro-Entrepreneurship and Vocational Training Schools in the Karagwe Diocese of ELCT/Tanzania – Responsibilities and concept development for Employabilities“. He will start serving in his new position on October 1st, 2022.

Prof. Dr. Johannes Degen im Alter von 81 Jahren verstorben

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass Prof. Dr. Johannes Degen am 7. August 2022 im Alter von 81 Jahren in Überlingen verstorben ist.

Seit 2005 war Johannes außerplanmäßiger Professor an der Kirchlichen Hochschule Bethel/Bielefeld mit Schwerpunkt Diakoniewissenschaft, später am Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM) der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel, zuvor Privatdozent für Praktische Theologie an der Humboldt Universität zu Berlin und der Ruhr-Universität Bochum. Seine diakoniewissenschaftliche Forschung und Lehre waren geerdet durch profunde Leitungserfahrung als Direktor der Diakonischen Akademie Berlin/Stuttgart und Mitglied der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, als Direktor der Evangelischen Stiftung Hephata Mönchengladbach und bis zur Beendigung der Berufstätigkeit als Theologischer Vorstand der Graf-Recke-Stiftung Düsseldorf. Mit dem Umzug der Familie nach Überlingen im Jahr 2015 reduzierte er sein Engagement am IDM.

Wir vermissen einen sanft zugewandten, ansichtsstarken und kreativen Kollegen. Johannes Degen war eine Säule des IDM in der Gründungsphase, in Publikationen, in der Lehre und in der Betreuung von Dissertationen. Johannes Degen hat in der Diakonie in Deutschland zum Ansehen des IDM wesentlich beigetragen. 

Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Büscher

Rev. Sujithar Sivanayagam MA zum Generalsekretär des National Christian Council of Sri Lanka gewählt

Rev. Sujithar Sivanayagam MA wurde in der vergangenen Woche zum Generalsekretär des National Christian Council of Sri Lanka gewählt. Rev. Sivanayagam („Suji“) hatte sich seit einiger Zeit mit anderen als public voice der Kirchen in den gesellschaftlichen Unruhen im Land während der letzten Monate furchtlos engagiert. Rev. Sivanayagam ist Absolvent der zweiten internationalen Masterkurs Diakoniemanagement (IMADM) von 2013-2015. Er ist Pastor der Methodischen Kirche (MCSL) und war bisher Leiter eines Ausbildungsseminar. Seine Masterarbeit schrieb er über „Human Rights Promotion in Trincomalee Methodist Church/Sri Lanka – Context Analysis and Advocacy Development Strategies“

Ein Abend mit Barbara Eschen – Diakoniewissenschaftliches Kolloquium „Frauen in Führung“ am 8. Juni

Eine weitere Veranstaltung unserer Kolloquienreihe zum Themenschwerpunkt „Frauen in Führung“ fand statt.

Für Interessierte gab es die besondere Gelegenheit, Barbara Eschen und ihren Rückblick auf ihre 

„Leitungserfahrungen in der Diakonie“

zu erleben.

Barbara Eschen studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Evangelische Theologie und war nach ihrer Ordination ab 1984 Pastorin in Hagen. 1989 wurde sie Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Hagen. Von 1999 bis 2013 war sie Theologische Direktorin des Hessischen Diakoniezentrums Hephata (Schwalmstadt). Sie befasste sich als Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) von 2014-2021 intensiv mit Fragen von Armut und Ausgrenzung, Wohnungsnotstand und Migration. 2017/18 war sie zudem Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz. Als Vertreterin der Evangelischen Kirche saß sie auch im rbb-Rundfunkrat.

Sie verfügt über lebendige Leitungserfahrungen in ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern und berichtete über diese in Zusammenhang mit ihrer Kenntnis unterschiedlich gewachsener Organisationen.

Im Land der Unterschiede: Internationaler Masterkurs Diakoniemanagement in Südafrika

[english version below]

Nirgends auf der Welt ist die Kluft zwischen Arm und Reich größer als in Südafrika. Auf der einen Seite des Highways die großzügigen, gut geschützten Villen, auf der anderen Seite dicht gedrängt die Wellblechhütten. An der Waterfront, der Vergnügungsmeile von Kapstadt, edle Butiken und feine Restaurants, in den Slums von Bishop Lavis herrschen die Gangs bei einer Jugendarbeitslosigkeit von über 90%. Die beiden Gesichter Südafrikas durften die 11 Studierenden aus 8 verschiedenen Ländern des aktuellen fünften Studiengangs des Internationalen Masterkurses Diakoniemanagement erleben. Für viel Gesprächsbedarf sorgten auch die immer noch allgegenwärtigen Spannungen und Trennungen der Gesellschaft in Weiße, Farbige und Schwarze sowie die wachsende Fremdenfeindlichkeit gegen Afrikaner aus anderen Ländern.

Eine Woche lang besuchten die Studierenden kleine gemeindebasierte Diakonie Projekte sowie Nichtregierungsorganisationen und kirchennahe Einrichtungen und landesweit agierende Organisationen der Diakonie: Einrichtungen zum Drogenentzug, Projekte die Jugendlichen Zugang zur Bildung ermöglichen bis hin zu Menschenrecht- und Lobbyorganisationen. Berührende und beeindruckende Begegnungen mit Menschen und Projekten die gegen den alltäglichen Rassismus, Ungerechtigkeit und die Armut im Land ankämpfen. Immer im Gepäck, das St. Gallener Managementmodell, eine der grundlegenden Konzepte des Studiengangs um Organisationen zu verstehen und ihre jeweiligen Stärken und Schwächen kritisch zu analysieren.

Die Erkenntnisse aus dem Modul „Diaconic Management in Context – Field Research“ werden unter anderen in den kommenden drei Wochen an der Universität in Stellenbosch reflektiert. Prof. Dennis Solon als Kursleiter und Prof. Martin Büscher als IDWM-Direktor und Mitbegründer des Prpgrammes  vom Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement (IDWM) kommen als verantwortliche Dozierende für die nunmehr fünfte IMADM-Gruppe dazu. Public Leadership, Ministry and Sustainibility, Operative Management und Corporate Governence sind weitere Beispiele von Lehrthemen an der Universität Stellenbosch.

Der internationale und interdisziplinäre Studiengang wird von der VEM gemeinsam mit seinem akademischen Partner, das Institut für Diakoniewissenschaften und Diakoniemanagement der Universität Bielefeld, verantwortet. Hochschulen in den Philippinen, Indonesien und Tansania sind neben der südafrikanischen Hochschule weitere Partner des Studienprogramms. Der Studiengang wird seit über 10 Jahren angeboten und die inzwischen über 50 Alumni haben in vielen Kirchen durch ihre erworbenen Kompetenzen wesentliche Schlüsselpositionen besetzt und prägen das diakonische Profil nicht nur der VEM Mitgliedskirchen.

In the land of differences: Master Course Diaconia Management in South Africa

Nowhere in the world is the gap between rich and poor greater than in South Africa. On one side of the highway are the spacious, well-protected villas, on the other side the densely packed corrugated iron huts. On the Waterfront, the entertainment mile of Cape Town, noble boutiques and fine restaurants, in the slums of Bishop Lavis the gangs rule with a youth unemployment rate of over 90%. The 11 students from 8 different countries of the current fifth course of the International Master Course in Diaconia Management were able to experience the two faces of South Africa. The still omnipresent tensions and divisions of society into whites, coloreds and blacks as well as the growing xenophobia against Africans from other countries also provided for much discussion.

For one week, the students visited small community-based diaconia projects, non-governmental organizations and church-related institutions as well as nationally active diaconia organizations: drug rehabilitation facilities, projects that provides young people with access to education, and human rights advocacy organizations. Touching and impressive encounters with people and projects that fight against everyday racism, injustice and poverty in the country. Always in the baggage, the St. Gallen Management Model, one of the basic concepts of the study program to understand organizations and to critically analyze their respective strengths and weaknesses. The findings of the Diaconic Management in Context (field research) will be reflected upon, among others, during the next three weeks at the University in Stellenbosch. Public Leadership, Ministry and Sustainability, Operational Management and Cooperate Governance are further examples of the teaching in Stellenbosch.

The international and interdisciplinary course is offered by the UEM together with its academic partner, the Institute for Diaconic Science and Diaconic Management at Bielefeld University. Universities in the Philippines, Indonesia and Tanzania are further partners in the study program, along with South African university- Stellenbosch. The study program has been offered for over 10 years and the alumni, who now numbered over 50, have filled key positions in many churches and institutions through their competencies and shape the diaconal profile not only of the UEM member churches.

Auftakt der Reihe „Frauen in Führung“ am 11. Mai 2022

Für alle diakoniewissenschaftlich Interessierten gab es die besondere Gelegenheit, PD Dr. Alexandra Scheele, Bielefeld und ihren Vortrag zu

„Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft: Status Quo und Perspektiven“

zu erleben. Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer Kolloquienreihe im Sommersemester zum Themenschwerpunkt „Frauen in Führung“.

Das Thema Frauen und Führung ist ein Dauerbrenner in der öffentlichen, politischen und wissenschaftlichen Diskussion. Im Zentrum stehen dabei Quotenregelungen, wie sie im Jahr 2015 mit dem Führungspositionengesetz für börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Unternehmen eingeführt wurden. Allerdings sind die Ursachen für den nur sehr langsam steigenden Anteil von Frauen an Führungspositionen vielschichtig. In ihrem Vortrag zeigt PD Dr. Alexandra Scheele auf, wie sich die ungleiche Verteilung von Frauen und Männern auf unterschiedliche Positionen in Unternehmen erklären lässt und zeigt anhand verschiedener Studien, welche Ansätze zur Erhöhung des Frauenanteils auf den Leitungsebenen erfolgsversprechend sein können. 

PD Dr. Alexandra Scheele ist Lehrkraft für besondere Aufgaben im Bereich Arbeits- und Wirtschaftssoziologie der Fakultät für Soziologie an der Universität Bielefeld.
 
 

In eigener Sache

Lange Jahre kannten Sie unser Institut als IDM mit diesem Logo.

Seit 1. Januar gehören wir zur Universität Bielefeld und dort gibt es bereits ein IDM, das Institut für Didaktik der Mathematik. So sind wir zu IDWM geworden und stellen Ihnen heute unser neues Logo vor. Es wird Ihnen zukünftig auf allen IDWM-Materialien begegnen. Die optische Dynamisierung bei gleichzeitigem Erhalt bekannter Farben und des Dreiecks als zentrales grafisches Element Form zeigt: Das IDWM entwickelt sich weiter und baut dabei auf Bewährtem auf. 

Als nächstes werden wir auch unsere Internetpräsenz unter einer neuen Domain modernisieren. Das wird noch ein wenig Zeit brauchen und wir halten Sie auf dem Laufenden. Haben Sie schon gesehen, dass das IDWM ebenfalls in den Sozialen Medien auftaucht? – Schauen Sie mal hier und folgen unseren Aktivitäten.

Diakoniewissenschaftliches Kolloquium im April 2022

Für alle diakoniegeschichtlich Interessierten gab es die besondere Gelegenheit, Prof. Dr. Markus Schmidt, Bielefeld und seinen Vortrag zu

„Diakonisches Handeln zwischen Verkündigung, Seelsorge und Gemeinschaft. Ausprägungen diakonischer Gemeinschaften in Ostdeutschland bis 1990.“

zu erleben. An den diakonischen Gemeinschaften sowie weiteren evangelischen Kommunitäten in der DDR werden die spezifischen Entwicklungen der ostdeutschen Diakonie exemplarisch erkennbar. Die Profilierung der Diakonie in der DDR wird an Beispielen herausgearbeitet und es wird gefragt, inwiefern Einsichten für heute gewonnen werden können.

Dieses Diakoniewissenschaftliche Kolloquium bietet das IDWM zusammen mit dem Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte (IDSG) an.
 
Prof. Dr. Schmidt
 
Prof. Dr. Schmidt ist ordinierter Pfarrer, seit 10/2020 Professor für Praktische Theologie und Diakoniewissenschaft an der Fachhochschule der Diakonie und war zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Praktische Theologie der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig. Einen Schwerpunkt seiner Forschungen bilden u.a. die Themen „Seelsorge und Diakonie in der DDR“ und „Geistliche Gemeinschaften“. 
 
 
 
 
 
Er hat u.a. folgende Beiträge veröffentlicht:

Monographie:

  • Charismatische Spiritualität und Seelsorge. Der Volksmissionskreis Sachsen bis 1990 (Kirche – Konfession – Religion 69), Göttingen 2017.

Herausgeberschaften

  • zusammen mit Johannes Berthold: Geistliche Gemeinschaften in Sachsen. Evangelische Kommunitäten, Gemeinschaften und Netzwerke stellen sich vor, völlig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe Norderstedt 2020.

  • zusammen mit Johannes Berthold: Geistliche Gemeinschaften in Sachsen. Kommunitäten, Gemeinschaften und Netzwerke stellen sich vor, 1. Auflage Berlin 2016; 2. überarbeitete und aktualisierte Auflage Berlin 2016.

  • Ein Haus aus lebendigen Steinen. 40 Jahre Bruderschaft Liemehna – Festschrift, Berlin 2013.

 

Diakoniewissenschaftliches Kolloquium am 23. Februar – Die Westfälische Diakonissenanstalt Sarepta: Forschungsstand und Perspektiven.

Nach der Überwindung anfänglicher technischer Schwierigkeiten mit der Videokonferenztechnik erlebte eine Gruppe Interessierter erhellende Vorträge und einen lebendige Diskussion im Anschluss. 

Die 1869 gegründete Westfälische Diakonissenanstalt Sarepta in Bielefeld-Bethel entwickelte sich um 1930 mit rund 2.000 Schwestern zum größten Mutterhaus der internationalen evangelischen Diakonissenbewegung. Ab 1950 erlebte auch Sarepta einen dramatischen Rückgang des Nachwuchses und tiefgehende Veränderungen.
Im Kolloquium diskutieren Ute Gause, Kirchenhistorikerin in Bochum mit Schwerpunkt Frauengeschichte, und Matthias Benad vom Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte in Bielefeld über Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Erforschung der Mutterhausgeschichte.

Dr. theol. Ute Gause ist seit 2007 Professorin für Reformation und Neuere Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und war von 2015 – 2017 Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät.

Prof. em. Dr. phil. Mattias Benad lehrt als Emeritus am IDM Diakonie- und Sozialgeschichte. Er war von 2013 bis 2017 Direktor des IDM und leitet weiterhin das Institut für Diakonie- und Sozialgeschichte (IDSG). Seine Forschungsschwerpunkte sind: Diakoniegeschichte, insbesondere vom 19. Jahrhundert an, Artefakte und Architekturen im Kontext christlicher Wohlfahrtstätigkeit, Mikrostudien zum Verhältnis von Religiosität, Organisationsbildung und sozialer Weltgestaltung.

Führen in Übergängen. – Erstes diakoniewissenschaftliches Kolloquium im Jahr 2022 am 19. Januar

Mit einem Vortrag und anschießender Diskussion über das

Führen in Übergängen – Erfahrungen und Wahrnehmungen mit dem „Zauber“ vom Ende und Anfang

begannen die diakoniewissenschaftlichen Kolloquien im Jahr 2022.

Uns allen war das Thema „Übergang“ kurz nach dem Jahreswechsel präsent, zumal das IDWM den Übergang des Instituts an die Universität Bielefeld vollzogen hat. Es erwartete uns ein inhaltlicher Impuls des Theologen und Diakoniewissenschaftlers Pastor Uwe Mletzko, dessen eigener beruflicher Übergang vom Amt des theologischen Geschäftsführer der DIAKOVERE gGmbH zu dem des Vorstandsvorsitzenden und Direktors der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, Hamburg, ebenfalls zum Jahreswechsel vollzogen worden ist. Pastor Uwe Mletzko war zuvor lange persönlicher Referent des Präsidenten der Diakonie Deutschland und verfügt über umfassende Leitungserfahrung aus diakonischen Einrichtungen und Unternehmen, von denen er gleichsam lebhaft, fundiert und inspirierend berichtete.